DUH: Getränkekartons ökologisch vorteilhaft? (30.06.2009)

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, fordert eine Überprüfung der angeblichen ökologischen Vorteilhaftigkeit von Getränkekartons durch das Bundesumweltministerium.
Die Einstufung als "ökologisch vorteilhaft“ setze ein qualitativ und quantitativ hochwertiges Recycling voraus: Mindestens 60 Prozent der Verbundverpackungen müssten stofflich verwertet werden. Ende 2008 und Anfang 2009 wurden jedoch zwei von drei Verwertungsanlagen stillgelegt. Infolge der damit verbundenen Engpässe bei der Verwertung leide die Recyclingqualität und steige die Umweltbelastung. „Seit Anfang 2009 wird in keiner Recyclinganlage mehr das Aluminium aus den deutschen Getränkekartons zurück gewonnen. Unter solchen Umständen ist die Ökobilanz von Getränkekartons äußerst fragwürdig“, erläutert Resch. Der Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V. (FKN) hatte sich zuvor gegen die Darstellung der Deutschen Umwelthilfe gewehrt und von einer „Desinformationskampagne“ gesprochen. Der drastische Nachfragerückgang auf den Sekundärrohstoffmärkten habe zur Schließung zweier Papierfabriken geführt, sagte FKN-Geschäftsführer Prof. Hartmut Vogtmann. Die größte Verwertungsanlage sei noch in Betrieb. In diesem Jahr würden dort 120.000 t Getränkekartons verarbeitet.

(Mit freundlicher Unterstützung der Lebensmittel Praxis)
Quelle: mehr... - LPcompact! - 29.06.09

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