Berentzen-Gruppe AG: Zwischenmitteilung innerhalb des zweiten Halbjahres 2009 (29.10.2009)

Positives Betriebsergebnis durch Verbesserung der Rohertragsqualität und Kostenreduzierungen. Damit liegt das Betriebsergebnis per 30. September 2009 trotz rückläufiger Umsatzerlöse oberhalb der Erwartungen. Der Konzernumsatz ohne Branntweinsteuer lag in den ersten neun Monaten des Jahres bei 130,2 (145,3) Mio. Euro.

Absatz- und Umsatzentwicklung
Mit Ende des dritten Quartals von 2009 hat die Berentzen-Gruppe AG 60,8 (80,3) Mio. 0,7-l-Flaschen mit Spirituosen verkauft. Der Inlandsabsatz lag bei 48,64 (65,1) Mio. Flaschen, der Auslandsabsatz betrug 12,1 (15,2) Mio. Flaschen.

Korrigiert um das Absatzminus infolge der Abgabe von Vertriebsrechten und der Aufgabe unrentabler Handels- und Zweitmarkenpakete betrug der Absatzverlust innerhalb der ersten neun Monate - 3,8 Mio. 0,7-l-Flaschen, bzw. - 5,9 Prozent. Vor dem Hintergrund ihrer erst ab Oktober beginnenden neuen Marketingkampagne büßte auch die Dachmarke Berentzen acht Prozent ihres Absatzvolumens gegenüber Vorjahr ein. Puschkin - als weitere Kernmarke - erzielte indessen Absatzzuwächse in gleicher Höhe.

Das Geschäft mit klassischen Spirituosen blieb auf Vorjahresniveau.

Die stärkere Ertragsausrichtung des Handels- und Zweitmarkengeschäfts führte zu einer intensiven Selektion der Aufträge und damit zu erwartungsgemäßen Mengeneinbußen von 32 Prozent im Vergleich zum 3. Quartal 2008.

Der Geschäftsbereich alkoholfreie Getränke erzielte erfreuliche Absatzzuwächse von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ursächlich hierfür war das wachsende Geschäft mit eigenem Mineralwasser und Konzessionsmarken, sowie eine Zunahme der Lohnfüllungen.

Das Exportgeschäft mit Markenspirituosen verlief aufgrund der rezessionsbedingten schwachen Nachfrage in relevanten Auslandsmärkten rückläufig. Der Anteil des Exports am Gesamtabsatz von Markenspirituosen lag zum Stichtag bei 23,2 Prozent.

Bei einem Spirituosenumsatz von 89,5 Mio. Euro und 40,7 Mio. Euro Umsatz im alkoholfreien Bereich wurde ein Konzernumsatz ohne Branntweinsteuer von 130,2 (145,3) Mio. Euro erzielt.

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug zum Stichtag 506 (722) Personen.

Ergebnis
Die Berentzen-Gruppe AG profitiert von der Ende 2008 durchgeführten grundlegenden Neuordnung der Unternehmensbereiche. Verbesserte Kostenstrukturen führten in den ersten neun Monaten zu erheblichen Ersparnissen beim Betriebsaufwand gegenüber dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis liegt oberhalb der Erwartungen.

Die Absatz- und Umsatzentwicklung des Geschäftsbereiches Spirituose im Berichtszeitraum ist indessen rückläufig.
Die Abgabe von Vertriebsrechten, die aktive Eliminierung ertragsschwacher Handels- und Zweitmarkenpakete, konjunkturell bedingte Umsatzrückgänge auf einigen Auslandsmärkten sowie die gerade erst erfolgte, grundlegende Überarbeitung des nationalen Markenkonzeptes sind ursächlich hierfür. In dessen Folge wurde Anfang 2009 die werbliche Konsumentenansprache gedrosselt.

Mit Beginn des vierten Quartals wird dieser Entwicklung gegengesteuert: Intensivierte Marketingmaßnahmen flankieren die Einführung des ersten von zwei Neuprodukten der Dachmarke und sollen deren optimale Platzierung im deutschen Spirituosenmarkt unterstützen. Hierfür steht das bislang nicht ausgeschöpfte Marketingbudget zur Verfügung.

Für eine weitere Belebung des internationalen Spirituosengeschäfts der Gesellschaft werden die seit kurzem überarbeiteten Länder- und Markenstrategien konsequent umgesetzt.


Finanz- und Vermögenslage
Die Gesamtfinanzierung der Berentzen-Gruppe AG hat seit März 2009 keine wesentlichen Änderungen erfahren. Zur kurzfristigen Finanzierung stehen der Berentzen-Gruppe AG Fremdmittel von 57 Mio. Euro zur Verfügung sowie weitere 15 Mio. Euro für Bürgschaften im Rahmen der Branntweinsteuer. Die Tilgung der mittel- und langfristigen Finanzierungen erfolgte planmäßig.
Existierende Financial Covenants Kennzahlen wurden ebenfalls eingehalten. Der Nettomittelzufluss des Konzerns aus Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit belief sich in den vergangenen neun Monaten auf 2,4 Mio. Euro.

Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2008 erneut erhöht und betrug zum Stichtag 39 Prozent. Die mittel- und langfristigen Vermögenswerte sind langfristig finanziert. Durch geringere Vorratsbestände und neue Factoringvereinbarungen hat sich die Mittelbindung im Working Capital im Vergleich zum Jahresende 2008 deutlich verringert.

Ausblick
Trotz verstärkter und damit ergebnisbelastender Marketingaufwendungen im vierten Quartal rechnen wir aufgrund der darüber hinaus realisierten Ergebnisverbesserungen der letzten Monate mit einem positiven Betriebsergebnis zum Geschäftsjahresende. Ein fallender Konsumklimaindex und eine immer noch angespannte Konjunkturlage lassen indes aktuell keine zuverlässige
Einschätzung der Höhe dieses Ergebnisses zu.

Quelle: Pressemitteilung Berentzen-Gruppe AG

Team Szene-Drinks.com
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