Werbeverbot für Bier gefährdet Arbeitsplätze in Berlin (28.05.2008)

Die deutschen Brauer rufen zur Versachlichung der öffentlichen Debatte um Verbote und Einschränkungen auf    

„Nicht der Genuss von Bier, sondern fehlgeleitete Trinkgewohnheiten einer Minderheit sind die Ursache von Alkoholmissbrauch, der in der Öffentlichkeit auf Ablehnung stößt.“ Das erklärt der Deutscher Brauer-Bund in Berlin zu dem Beschluss der Bezirks Berlin-Friedrichshain, Handel und Werbung für Alkohol auf öffentlichen Plätzen zu verbieten.

Die deutschen Brauer verweisen auf das Ergebnis einer vom Bundesministerium für Gesundheit in Auftrag gegebenen Studie, wonach der Einfluss von Werbung insgesamt, aber gerade auch in Bezug auf den Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen sehr gering einzuschätzen ist und anderen Markt-variablen eine höhere Bedeutung zugemessen wird.

Dem Deutschen Brauer-Bund liegen Informationen vor, dass die Verbotsschlacht von einem Mitarbeiter des Bezirksamtes geführt wird, der seit Jahren öffentliche Einrichtungen und seine Arbeitszeit missbraucht, um einen Privatkrieg gegen Alkohol und Tabak zu führen. Dieserhalb wurde er bereits vormals angeklagt und strafversetzt.

„Bier gehört in Deutschland zur Kultur. Der maßvolle Genuss des legal hergestellten Lebensmittels wird zu Unrecht diskriminiert“, erklärt Rechtsanwalt Peter Hahn, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes. Nach seinem Dafürhalten gehört es zu unserer Wirtschaft, dass diese Lebensmittel auch beworben werden dürfen. Ein Verbot der Werbung führe im Übrigen nicht zu einer Veränderung missbräuchlichen Alkoholkonsums, wie die Länder belegen, in denen alkoholhaltige Getränke nicht beworben werden dürfen. Der Kreuzzug gegen Alkohol gefährde Arbeitsplätze nicht nur in den Brauereien von Berlin, sondern im Bereich der Werbung, Transport und Gastronomie. Den Bezirken würden zudem die Einnahmen aus der Werbung verloren gehen.

Nach Ansicht der deutschen Brauer sind fehlgeleitete Trinkgewohnheiten nicht durch Verbote zu ändern. Vielmehr komme es darauf an, durch präventive Maßnahmen und Erziehung den sachgerechten Umgang mit Alkohol zu fördern. „Wir haben in Deutschland ausreichende Gesetze, wie zum Beispiel das Jugendschutzgesetz, um den Genuss von Alkohol dort zu verbieten, wo er Schäden verursachen kann wie bei Jugendlichen“, fährt Hahn fort. Nach seinem Dafürhalten bestehen Vollzugsprobleme vor Ort. Diese gelte es zu beseitigen.

Quelle: Pressemeldung Deutscher Brauer-Bund e.V.

Team Szene-Drinks.com

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