Abmahnung gegen Bibop und Mixery (25.01.2004)

Der vzbv hält an seiner Auffassung fest, dass die Firmen Karlsberg Brauerei GmbH und Köstritzer Schwarzbierbrauerei mit ihrer Internetwerbung für die Biermischgetränke "Mixery" bzw. "Bibop" gegen § 1 des Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs (UWG) verstoßen, indem sie die Unerfahrenheit und leichte Beeinflussbarkeit von Kindern und Jugendlichen ausnutzen. Aus Sicht des vzbv ist die Werbung mit Gewinnspielen, "Fanshops", Terminangaben für Partys, Konzerte oder Promotion-Aktionen sowie E-Cards geeignet, Jugendliche an sich zu binden. Des weiteren verletzt die Köstritzer Schwarzbierbrauerei - nach Ansicht des vzbv - die Verhaltensregeln des Deutschen Werberates, indem sie auf ihren Internetseiten augenscheinlich alkoholtrinkende Jugendliche darstellt. Bei der Karlsberg Brauerei haben sich im Gästebuch Jugendliche eingetragen, um beispielsweise zu ihren Geburtstagen Promotionartikel zugesendet zu bekommen.

Der Deutsche Brauer-Bund e.V. hatte in einer Pressemitteilung die Vorwürfe des vzbv zurückgewiesen. Dieser hatte in einer Presseerklärung vom 30. Dezember 2003 über - seiner Ansicht nach - wettbewerbswidrige Internetwerbungen der Firmen Karlsberg Brauerei GmbH und Köstritzer Schwarzbierbrauerei für alkoholhaltige Mischgetränke berichtet und die Firmen per Abmahnung aufgefordert, diese Werbung für die Biermischgetränke "Mixery" bzw. "Bibop" zu unterlassen.
In diesem Zusammenhang hatte der vzbv Zitate und Äußerungen verwendet, die den Eindruck erwecken könnten, dass es sich bei den oben genannten Getränken um fertig gemixte Spirituosenmixgetränke handelt. So bemerkte der vzbv unter anderem: "Vielen Jugendlichen sei kaum bewusst, dass sie mit jedem dieser Mixgetränke bis zu zwei Schnapsgläschen Rum, Wodka oder Whiskey zu sich nehmen". Zudem wurden die Biermischgetränke als "Alcopops" bezeichnet. Später wurde ausgeführt, dass "Die Mixgetränke aus hochprozentigem Alkohol derzeit bei Jugendlichen enorm angesagt sind" und "...Alcopops...gesetzlich erst an 18-jährige verkauft werden dürfen,...". Der vzbv stellt klar, dass diese Aussage lediglich für Spirituosenmischgetränke, nicht jedoch für die abgemahnten Biermischgetränke zutrifft. Biermixgetränke werden mitunter zwar auch als eine engere Kategorie von Alcopops angesehen, jedoch enthalten sie keinen Rum, Wodka, Whiskey etc. und dürfen somit bereits von Personen ab 16 Jahren konsumiert werden.
Der vzbv hat die Meldung unmittelbar nach Bekanntwerden der missverständlichen Äußerungen von seiner Website (www.vzbv.de) genommen.

 

weitere Info`s: www.vzbv.de

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