Mit Pils und Fassbrause sprudelt Veltins-Ausstoß auf Halbjahresrekord (24.07.2012)

Premium-Brauerei legt erneut um 3,8% zu
  • Biermarkt verliert, Privatbrauerei wächst dynamisch
  • Fassbrause-Duo trifft Verbrauchererwartung
Während der Biermarkt im ersten Halbjahr schrumpfte, konnte die Brauerei C. & A. Veltins, Meschede-Grevenstein, dank sprudelnder Absätze von Pils und Fassbrause den soliden Wachstumskurs fortsetzen. Dabei wurde der Halbjahresrekord 2011 erneut getoppt, so dass die Privatbrauerei in den ersten Monaten ihren Ausstoß um 3,8 % auf 1,45 Mio. hl erhöhen konnte. Im Mai wurde sogar soviel Bier gebraut wie in keinem anderen Monat der Brauereigeschichte. „Wir sind im Vergleich zum gesamten Wettbewerbsumfeld auf stabilem Kurs, weil unsere Produktinnovationen die passgenauen Antworten auf die veränderten Verbraucherwünsche geben“, begründete Generalbevollmächtigter Michael Huber die erfreuliche Unternehmensentwicklung. Vor allem das Geschäft mit der angestammten Sorte Pils und dem Neustarter Fassbrause bereitete den Sauerländer Traditionsbrauern Freude. „Die kalorienreduzierte Veltins Fassbrause liegt schon drei Monate nach Vorstellung deutlich über den Erwartungen – wir verzeichnen eine schwunghafte Nachfrage“, berichtete Dr. Volker Kuhl, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb.

EM-Effekt aufgrund schlechter Juni-Witterung komplett verpufft

Wenn der Biermarkt schon nach den ersten fünf Monaten mit 2,3% im Minus liegt, rechnet die Brauerei C. & A. Veltins für den Gesamtmarkt mit einem unbefriedigenden Geschäftsverlauf und einem schmerzlichen Volumensverlust im ersten Halbjahr. „Der kalte Juni hat die Absätze gebremst und die erwarteten EM-Effekte gänzlich verpuffen lassen“, beschrieb Dr. Volker Kuhl die jüngste Marktentwicklung. Unabhängig davon habe der Eventvergleich der letzten sechs Jahre gezeigt, dass die Europameisterschaft nicht an die WM-Emotionalisierung der Verbraucher heranreiche. Dr. Kuhl: „Die Fußballspiele werden intensiv geschaut – aber eben nicht im Rudel und nicht mit Partyeffekt.“ Noch zum Frühsommer sei die Branche zuversichtlich gewesen, die Freude sei aber inzwischen weitgehend verflogen. Nicht so bei der Brauerei C. & A. Veltins, die sich seit Jahren deutlich über Branchenniveau entwickelt. Bereits im ersten Quartal sprang das Frühlingsgeschäft erfreulich an, ein deutliches Plus konnte im zweiten Quartal noch ausgebaut werden. Dass der Mai-Ausstoß sogar über dem Rekordmonat der historischen Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland lag, beweist nach den Worten des Generalbevollmächtigten Michael Huber die Stärke von Marke und Vertrieb: „In der Marktbearbeitung liegen wir mit unserem ständig treffsicher aktualisiertem Sortiment auf Kurs der Verbraucherstimmung.“

„Genuss ohne Reue“: Fassbrause-Botschaft ist angekommen

So konnte die Marke Veltins Pils im hart umkämpften Mehrweg-Flaschenbier-Segment erneut Wachstumsimpulse von 2,9% mitnehmen, während das Fassbiergeschäft durch die Witterungseinflüsse auf das Festgeschäft immer noch das Vorjahresniveau erreichte. Wettergeschwächt wurde der Ausstoß der Biermixrange V+, dessen fünfmonatige Zuwächse im Juni aufgezehrt waren, so dass dort ein Volumenverzicht von 1,9% hingenommen werden musste. Die Marktpremiere von Veltins Fassbrause gestaltet sich indes deutlich über den Erwartungen der Premium-Brauer. In nur drei Monaten konnten 27.000 hl abgesetzt werden. „Unsere Produktphilosophie von Genuss ohne Reue ist beim Verbraucher angekommen – Fassbrause kann als leichte, wenig süße und überdies vor allem kalorienleichte Erfrischung punkten“, sieht Veltins-Geschäftsführer Dr. Kuhl einen wesentlichen Grund für die erkennbaren Markenpräferenzen der Verbrauchers. Nach Einschätzung von Veltins wird sich dieses Sortensegment mit leichter Dynamik nach vorn bewegen, weil es gelungen sei, ein Erfrischungsgetränk mit der emotionalen Erdung in der Brautradition zu verankern. „Fassbrause ist eben anders als alle anderen alkoholfreien Getränke und überrascht deshalb den Verbraucher als neue Produktgattung“, so Dr. Kuhl. Es sei schon überraschend gewesen, dass es in vielen Getränkemärkten während der ersten Sommerwochen gleich Out-of-Stock-Situationen gegeben habe. „Uns hat’s gefreut, dass Fassbrause wie selbstverständlich in die Einkaufswagen sprudelte.“

Langfristiges Umdenken: Stammsitz für Energiewende gerüstet

Derweil rüstete sich auch der Stammsitz im sauerländischen Grevenstein für die Zukunft. Mit Investitionen von acht Millionen Euro wurde in den zurückliegenden sechs Monaten Europas modernste Brautechnik installiert und zugleich ein erheblicher Fortschritt im Bereich der Energieeffizienz erzielt.  Die 2005 begonnene Zukunftsoffensive habe damit alle entscheidenden Meilensteine erreicht. „Wir haben diese Brauerei überall fit fürs nächste Jahrzehnt gemacht – mit weit über 100 Millionen Euro an technischen Investitionen verfügen wir heute über beste Anlagentechnik“, so Generalbevollmächtigter Michael Huber. Er wies daraufhin, dass das Wachstum des Unternehmens in einer schrumpfenden Branche und deutlich über dem Wettbewerbsniveau für die erfolgreiche Privatbrauerei Grund zum Marktoptimismus sei: „Wir sind sicher, dass angesichts unserer erfreulichen Marktposition diese Mittel sehr gut angelegt sind.“ Die politisch gewollte „Energiewende“ verlange indes ein langfristiges Umdenken, das bei Veltins bereits Früchte trägt. Michael Huber: „Wir wissen sehr wohl, dass das Thema Energieeffizienz ein Dreh- und Angelpunkt unserer technischen Investitionen in den nächsten Jahren bleiben wird. Alle Bereiche unseres Unternehmens werden sich noch stärker als bisher diesem Thema widmen müssen.“ Allein die Investitionen in die neue Brautechnik bedeutet im Sudhaus ab sofort eine Einsparung thermischer Energie von 30% und von weiteren 10% elektrischer Energie. Wurde früher energetisch aufwändiger Frischdampf benötigt, werden in Zukunft die Bottiche mit Warmwasser aus dem Energiespeichersystem aufgeheizt, was die Energieeffizienz deutlich steigert, weil vorhandene Wärme für die Warmwasseraufbereitung genutzt werden kann. Mit der neuen Brautechnik erhält das Sudhaus zugleich eine komplett neue Steuerung, die die Bedienung und Kontrolle im Braubetrieb noch übersichtlicher und präziser ausgestaltet.

Das Unternehmen im Porträt
Die Privat-Brauerei C. & A. Veltins, Meschede-Grevenstein, braut eine der führenden Premium-Pils-Marken in Deutschland und bilanzierte 2011 einen Umsatz von 280 Mio. Euro bei einem Ausstoß von 2,69 Mio. hl. Der Marketingetat wird auf 38 Mio. Euro beziffert. Zum Sortenportfolio zählen Veltins Pilsener, Veltins Radler, Veltins Malz und Veltins Alkoholfrei. Dabei liegt der Mehrweganteil bei 96%. Zur Veltins-Gruppe gehören zahlreiche Beteiligungen im Getränkefachgroßhandel, darunter der Getränkefachmarkt-Filialist Dursty, Hagen, mit rund 220 Standorten in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz.


Quelle: Pressemitteilung Brauerei C.& A. VELTINS GmbH & Co. KG

Team Szene-Drinks.com
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