Geschmackliche Vielfalt fördert Lust auf Biermix in Handel und Gastronomie (19.04.2007)

  • Bier mit Lemongeschmack ist Geschmacksgewinner
  • Marken stehen in der Verbrauchergunst vorn 
  • Biermix-Segment in Handel und Gastronomie etabliert

Die anhaltende Wachstumsdynamik und Impulskraft von Geschmack und Produktwelten sichern dem Biermixmarkt auch in Zukunft Potenzial. So stieg der Marktanteil im nationalen Handel auf 5,7% (2005: 4,5%*) – allein die zehn größten Brauereien verzeichneten einen Ausstoß von über drei Millionen Hektolitern. „Biermischgetränke wie der Radler-Klassiker finden inzwischen in allen Altersgruppen ihre Liebhaber, nur wenigen Produkten ist es aber gelungen, aufgrund ihrer Markenkraft in der Zielgruppe der 18- bis 29-Jährigen zu punkten“, sagt Dr. Volker Kuhl, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb der Brauerei C. & A. Veltins.  Biermix als Sortensegment habe deshalb im zurückliegenden Jahr seine Marktbedeutung in Handel und Gastronomie gleichermaßen ausgebaut. Über 400 Produkte stehen inzwischen im Wettbewerb, durchschnittlich sieben Produkte sind inzwischen im Getränkeregal gelistet – das ist eine Verdoppelung innerhalb von fünf Jahren.

Nach Neuheitenboom zählt Strategie und Marktkompetenz

„Für die deutsche Brauindustrie bedeuten die Biermischgetränke dank professioneller Markenführung neues Entwicklungspotenzial, das allerdings nur eine Handvoll Brauereien wirklich zukunftsfähig ausgestalten konnte“, so Dr. Kuhl. „Der Neuheitenboom ist seit zwei Jahren vorbei – jetzt zählt Strategie und Marktkompetenz.“ Nach Einschätzung der sauerländischen Premium-Brauerei, die 2001 mit der Marke „V+“ die zweite Biermixgeneration beflügelte, habe sich die Markteuphorie gelegt, nachdem viele auf den fahrenden Biermixzug aufgesprungen seien, ohne aber wirkliche Markterfolge erzielen zu können. „Es geht heute um ein überzeugendes Konzept von Produkt, Marke und Vertrieb. Wer nur an einer Stelle schwächelt, ist angesichts des Wettbewerbsdrucks zum Scheitern verurteilt. Heute wissen Handel und Gastronomie sehr genau, wem man im Biermarkt ein innovatives Produkt zutraut.“ Das Ergebnis: 2007 registriert der Markt wenige wirkliche Neuheiten und viele Me-too-Produkte.

Sortenkraft dem Weizenbier stramm auf den Fersen

Tatsächlich hat sich kein Sortensegment so facettenreich entwickelt wie das  der Biermischgetränke. Dominant sind nach wie vor die Klassiker: So kommt das klassische Radler immer noch auf einen Anteil von 40,9% (2005: 45,3%*) , die Bier-Cola-Mischung verlor leicht auf 29,5% (2005: 37,3%*). Der Bier-Lemon-Mix stieg hingegen auf 20% (2005: 12,7%*) an und profilierte anders als noch vor fünf Jahren einen eigenständigen Geschmack mit klarer Verbrauchererwartung. Dass das Biermixsegment mit einem Marktanteil von 5,7% inzwischen der Sortenbedeutung von Weizenbier mit 7,9% stramm auf den Fersen ist, kommt nicht von ungefähr. Biermischgetränke sind inzwischen national erhältlich, wobei es klare Präferenzen in Nielsen 1 bis 3 gibt. In den anderen Teilen der Republik vertritt vornehmlich das Radler als angestammter Klassiker diese Sorte. Dennoch ist das Resümee eindeutig: Kaum ein Outlet in Deutschland verzichtet heute auf Biermixprodukte – zur Jahrtausendwende sah das Bild noch ganz anders aus.

Verbraucher greift am liebsten zum Six-Pack

Der Handel reagierte 2006 auf den anhaltenden Wachstumstrend und listete neue, wachstumsversprechende Produkte ein. Danach sind durchschnittlich drei bis vier nationale Marken und genauso viele regionale Sortenvertreter in den Regalen platziert. Mit einem Gebindeanteil von 22,5% steht der Six-Pack dabei in der Verbrauchergunst weit vorn. Dass die geschmacksfreudigen Produkte conveniencefreundlich sind, honoriert auch der nationale Tankstellenmarkt. Hier zählen Biermischgetränke inzwischen zu den Schnelldrehern. Dabei liegen die Markenpräferenzen unverändert hoch. Kein Wunder also, dass 56,8% aller Produkte zum Premium-Segment zählen. Damit liegt die Markenwertschätzung deutlich über den Sorten Pils und Weizen.

Kreative Promotiontouren unterstützen Gastronomieengagement

In der Gastronomie ist der Marktstatus heterogen: Traditionelle Betriebe bevorzugen immer noch den Postmix auf dem Tresen, so dass nach Schätzungen der Branche bis zu 800.000 hl Fassbier als Radler oder Bier-Cola an die Gäste ausgeschenkt werden. Dem gegenüber hat die Szenegastronomie längst die führenden Top-Marken ins Herz geschlossen. Sie bringen Markenflair in die Objekte. Die Brauerei C. & A. Veltins unterstützt die Platzierung dort mit nationalen Promotiontouren, die zusätzliche Aktivitäten und Produktkontakt garantieren. „Deutschlands Brauer haben seit der Jahrtausendwende wirklich bewiesen, dass sie Innovationskraft besitzen“, so Dr. Kuhl.

Starke Marken setzten 2001 zur „Aufholjagd“ an

Der Weg der geschmacklich immer stärker nuancierten Premixe wurde für den Daheimgenuss erst 1993 bereitet, als in Deutschland die biersteuerrechtlichen Vorraussetzungen liberalisiert wurden. Bis dahin durften laut Gesetzgeber Radler, Krefelder & Co. nur „vor den Augen des Gastes“ auf dem Tresen gemischt werden. In der zweiten Hälfte der 90er-Jahre entstand vornehmlich durch das Engagement regionaler Brauer die erste Generation der Biermischgetränke, die mit einem impulsstärkeren Auftritt im Vergleich zu den angestammten Marken auf sich aufmerksam machten. Im Jahr 2001 ging dann die zweite Biermix-Generation an den Start. „Mit der Produktrange ‚V+’ haben wir rechtzeitig zur Aufholjagd angesetzt und uns vorübergehend abtrünnige Hektoliter in unseren Stammmarkt zurückgeholt“, schildert Dr. Volker Kuhl rückblickend. Vor allem die Marketing-Kompetenz und die Vertriebskraft im Premium-Segment brachte den Newcomer-Produkten rasch Erfolge. So startete Veltins die 2001 eingeführten Geschmacksrichtungen mit Lemon und Cola, mit „V+Energy“ wurde 2004 ein neuer Geschmackstrend für die Zielgruppe von 18- bis 29 Jahren gesetzt, ehe 2006 „V+Curuba“ für die Zielgruppe der 20- bis 39-Jährigen hinzukam. Zur Arrondierung ihrer Veltins-Produktrange stellte man zusätzlich ein Radler vor – ganz bewusst im klassischen Auftritt der Premium-Marke, um auch den traditionsbewussten Premium-Genießer anzusprechen. Im Geschäftsjahr 2006 verzeichnete die Brauerei C. & A. Veltins allein einen Biermixausstoß von 472.000 hl.

Quelle: *Nielsen 2006 / LEH & GAM

Presseinformation Brauerei C.& A. VELTINS GmbH & Co.

Team Szene-Drinks.com

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