Hearing der Drogenbeauftragten war aus Sicht der deutschen Brauer... (17.09.2008)

...ein sachlicher Gedankenaustausch

Die Vertreter des Deutschen Brauer-Bundes konnten in vielen Punkten durch ihre Argumente zur Alkoholmissbrauchsprävention und Aufklärung überzeugen und setzen weiterhin auf Dialog aller Beteiligten

Vertreter der Wirtschaft waren heute neben Repräsentanten der Drogen- und Suchtprävention sowie öffentlicher Institutionen von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung eingeladen worden, um über die Empfehlungen des Drogen- und Suchtrates zur Alkoholprävention zu diskutieren. Dieser hatte zuvor weitreichende Einschränkungen und Regulierungen gerade im Bereich der Werbung und des Sponsoring der Alkoholindustrie gefordert und fand dabei Unterstützung durch die Vertreter der Suchtprävention. In der Veranstaltung war man sich einig, gemeinsam den Alkoholmissbrauch bekämpfen zu wollen.

Die deutschen Brauer haben die Zusammenkunft genutzt, um ihre Bereitschaft zu signalisieren, sich im Rahmen ihrer verantwortungsvollen Produktvermarktung bei der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe der Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs einzubringen.

„Die deutsche Brauwirtschaft kritisiert und fordert nicht nur, sie handelt auch ganz gezielt in ihrem Verantwortungsbereich“, betont Wolfgang Burgard, Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, und zählt im Folgenden die diesbezüglichen Aktionsfelder der Branche auf.

Dazu zählen:

1. die Werbe-Selbstregulierung unter Anwendung der Verhaltensregeln des deutschen Werberats,
2. die Aufklärungskampagne „Bier bewusst genießen“,
3. das mit anderen Branchen formulierte und durchgeführtes Engagement für Jugendschutz etwa durch die Kampagne „Bier? Sorry. Erst ab 16“,
4. konkrete Maßnahmen gegen missbräuchlichen Alkoholkonsum, wie etwa der Empfehlung eines Kündigungsrecht von Bierlieferungsverträgen bei Flatrate- und Binge-Drinking-Aktionen, die Vorbeugung im Straßenverkehr durch die Kampagnen „DON`T DRINK AND DRIVE“ und „PEER-Drive Clean!“ sowie einem gezielten und sachgerechten Dialog mit relevanten gesellschaftlichen Gruppen, um weitere Präventionsmaßnahmen zu entwickeln.

„Die deutschen Brauer zeigen doch offensichtlich, dass sie sich ihrer Verantwortung als Bier-Produzenten bewusst sind. Wir sind davon überzeugt, dass man es gemeinsam mit vielen anderen schaffen kann, den Missbrauch zu bekämpfen. Nur müssen sich alle zur Einhaltung der Gesetze bekennen und der Staat muss seinen Teil dazu beitragen, dass das Vollzugsdefizit bei der Durchsetzung der Gesetze aufgehoben wird“, so Burgard weiter. Die deutschen Brauer fordern daher keine weiteren staatlichen Restriktionen.

Sie schließen sich der Bundeskanzlerin in ihrer Einschätzung vom Mai dieses Jahres an, dass man allein mit Gesetzen das Problem nicht lösen könne. Auch neue Gesetze wären keine Lösung. Vielmehr müssen im Bereich der Vorbeugung, Aufklärung gearbeitet werden. Dazu müssen all diejenigen, die mit jungen Menschen in Berührung kommen, mit ihnen Kontakt haben und aufklärerisch tätig werden können, in einer übergreifenden Gesamtsstrategie zusammenarbeiten. „Wir Brauer fühlen uns gerade in diesem Punkt angesprochen, denn wir sind Verwandte, Freunde und Multiplikatoren an über 1.300 Standorten in Deutschland“, betont Burgard abschließend.

Quelle: Pressemeldung Deutscher Brauer-Bund e.V.

Team Szene-Drinks.com

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