Menschen und Märkte (14.03.2008)

  • Fachmesse Internorga: Privatbrauereien setzen der Anonymität der Großkonzerne persönliche Ansprache entgegen
  • Enge Partnerschaft mit der Gastronomie beschert Brauerei Gebr. Maisel ein zweistelliges Fassbierplus

Nirgendwo tritt die Konzentrationswelle auf dem deutschen Biermarkt so geballt und so deutlich zu Tage wie auf der Internorga in Hamburg. Während der Auftritt der internationalen Braukonzerne bei der größten Fachmesse für Gastronomie und Hotellerie spürbar anonymer wird, zieht es Kunden und Fachbesucher verstärkt zu ihren persönlichen Ansprechpartnern bei den Privatbrauereien.

Die Großkonzerne präsentieren ihre zahlreichen Marken unter einem Dach. Ein Schritt, der auf Kosten der Individualität geht, die gerade im Biermarkt Markenstärke ausmacht. Zudem sind die Messestände der Großbrauereien zum Beispiel durch Eingangskontrollen verstärkt abgeschottet. Ganz bewusst setzen die Privatbrauereien deshalb auf ihren großen Trumpf: die persönliche Nähe, Authentizität und Glaubwürdigkeit.

Rund 1000 Aussteller aus 25 Nationen präsentieren sich noch bis Mittwoch auf der Leitmesse für den modernen Außer-Haus-Markt. Und den Besuchern bietet sich in Hamburg ein Spiegelbild der Entwicklung auf dem deutschen Biermarkt. Viele einst eigenständige  Brauereien befinden sich mittlerweile in Konzernhand. Doch es gibt sie noch, die Unternehmerpersönlichkeiten zum Anfassen, auch wenn sie in Zeiten der Globalisierung und Konzentrationswelle eine seltenere Spezies geworden sind. Jeff Maisel, der die Brauerei Gebr. Maisel in vierter Generation führt, ist mit einem großen Team seiner Privatbrauerei von Bayreuth nach Hamburg gereist, um weiterhin die persönliche Nähe zu den Kunden zu suchen. „Die Internorga ist eine riesige Kommunikationsplattform. Hier spielt der menschliche Faktor eine entscheidende Rolle. Marke wird durch Menschen gemacht, nicht durch Konzernmacht“, sagt Maisel. „Wir bieten unseren Kunden Kontinuität, Glaubwürdigkeit und schnelle Entscheidungen.“ Eine Strategie, die bei den Kunden aufgeht. Denn die enge Partnerschaft mit der Gastronomie bescherte der Brauerei Gebr. Maisel im vergangenen Jahr ein zweistelliges Fassbierplus.

Der Zuspruch für die bayerischen Weissbierspezialitäten ist auch in Hamburg traditionsgemäß sehr hoch. Das ganz besondere Lebensgefühl, Geselligkeit und Frohsinn mit guten Freunden, entspannte und lockere Momente im Biergarten, werden längst auch außerhalb Bayerns mit Weissbiergenuss verbunden. Nur eines stellt Jeff Maisel weiterhin klar: Der Konsument weiß, wo Natürlichkeit und Lebensfreude zu Hause sind. Das Original kommt aus Bayern.“ Dass Brauereien weit jenseits des weiß-blauen Freistaates sich als Weissbierbrauer versuchen, zeige natürlich, dass Weissbier in ganz Deutschland immer mehr Liebhaber findet, aber „jahrzehntelange Weissbiererfahrung lässt sich nicht durch Millionen an Werbebudgets ersetzen“, sagt Maisel.

Quelle: Pressemitteilung Brauerei Gebr. Maisel KG

Team Szene-Drinks.com

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