Herforder Gastronomie-Preisträger des Jahres 2008 nominiert (10.12.2008)

Expertenjury wählte Gastronomen aus Köln, Meerbusch, München und Oberursel für den deutschen Gastronomie-Preis

Die unabhängige Expertenjury des Herforder Gastronomiepreises der Warsteiner Gruppe, der zum 15. Mal vergeben wird, nominierten in Berlin die möglichen Preisträger, die am 9. Februar 2009 im GOP Essen gekürt werden: In der Kategorie „Food“ (speiseorientierte Gastronomie) stimmten die Experten für die Familie Hülsmann in Meerbusch (Brasserie Hülsmann im Lindenhof) und Adalbert Seebacher in Oberursel (Kraftwerke Oberursel). In der Kategorie „Beverage“ (getränkeorientierte Gastronomie) gewannen Martin Kolonko in München (M1 Café Bar im BMW-Museum) und Thomas Lierz in Köln (EA Sports Bar) die Vorausscheidung.

Gastgeber aus Leidenschaft
„Alle Bewerber und die Nominierten im Besonderen zeichnen sich aus als Gastgeber mit Leidenschaft, Mut und unbedingtem unternehmerischen Engagement“, hob Catharina Cramer hervor, Geschäftsführende Gesellschafterin der Warsteiner-Gruppe und Schirmherrin des Wettbewerbs. Die nominierten Gastronomen „stehen wie alle Kandidaten für die vielen vorbildlichen Unternehmer im Gastgewerbe, die den schwierigen Herausforderungen und gesetzlichen Rahmenbedingungen mit Engagement, konsequenten Konzepten und herausragender Qualität begegnen“, betonte auch Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA Bundesverbandes, die ihren Präsidenten Ernst Fischer auf der Jurysitzung vertrat. Statt zu jammern und zu klagen, sähen sie in der Krise immer auch die Chance zu Veränderungen und zur Bewährung, lobten die Juroren.

Am liebsten hausgemacht und mit Charme
Traditionelles modern interpretiert, Hausgemachtes aus eigener Metzgerei in raffinierter Qualität zubereitet und eine Melange aus Architektur, kulinarischem Erlebnis mit alpenländischem Charme: Diese Zutaten machen die nominierten Food-Kandidaten aus.

Gemeinsam mit ihrem Mann Robert begann die gelernte Mode- und Werbekauffrau Doris Hülsmann (61) im Jahr 1976 in Roberts Restaurant in Oberkassel, das bald mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde. 1984 gab er seinen Stern zurück und übernahm mit Doris Hülsmann den Lindenhof in Meerbusch vor den Toren Düsseldorfs. Kurze Zeit später trennten sich ihre Wege: Er eröffnete sein „Roberts Bistro“ im Düsseldorfer Medienhafen, sie brachte den Landgasthof Lindenhof immer mehr in Schwung. Seit Februar 2008 steht ihr Tochter Jennifer (25) zur Seite, nach Hotel-Ausbildung und BWL-Studium. Gleichsam „in die Gastronomie hinein geboren“ sorgte sie im Februar dieses Jahres maßgeblich in Zusammenarbeit mit ihren Eltern für den Relaunch des Lindenhofs zur heutigen „Brasserie Hülsmann“. Auf der Terrasse, in einem Bistro-Bereich als Entree, einem lichten, ebenfalls in französischem Landhaus-Charakter gehaltenem Restaurant und der gemütlichen Lounge interpretieren Doris und Jennifer Hülsmann traditionelle Brasserie-Philosophie in moderner Geselligkeit und raffinierten Küchenspezialitäten, hausgemacht vom eigenen Metzger. Am Herd stehen Kathrin Peltzer und Robert Hülsmann. Die Gäste aus dem durchaus anspruchsvollen und wettbewerbsintensiven Umfeld honorieren Kochkunst und liebevolle, leidenschaftliche Gastlichkeit des Hülsmann-Trios unter Führung von Doris mit wachsendem Zuspruch.
www.brasserie-huelsmann.de

Die exzellente Ausbildung zum Koch und die gemeinsamen Kocherlebnisse mit den Sterneköchen André Jaeger, Lea Linster und Eckart Witzigmann schmecken die Gäste im „Kraftwerk Restaurant“ im Taunusstädtchen Oberursel bei Adalbert (Bertl) Seebacher (30). Eigentlich hätte der Steirer aus der Nähe von Graz Tischler werden sollen. Nach der Grundausbildung zum Koch zog es ihn hinaus, um „bei den Großen“ zu arbeiten, und Seebacher bewarb sich im 2-Sterne-Restaurant Tantris in München. Starkoch Hans Haas nahm Jungköche wie ihn nicht an. Seebacher gab nicht auf und begann im Service des Tantris, als Commis de Rang, Demi-Chef und Chef de Rang – immer mit freier Sicht auf den kochenden Hans Haas. Zurück in Österreich kochte er beim „Hirsch’n Wirt“ in Irdning, Steiermark, dem heutigen Landhaus Stainach, das inzwischen mit einem Michelin-Stern dekoriert ist, kam wieder nach Deutschland in den Rheingau ins Schloss Reinhartshausen und betreibt seit einem Jahr das Restaurant im umgewidmeten, ehemaligen städtischen Kraftwerk in Oberursel. Im Fabrik-Ambiente und mit Blick in den „Showroom“ der benachbarten Oldtimer-Werkstatt Kraftwagenkontor erleben die Gäste Seebachers Leidenschaft für herausragendes Essen und Trinken; inmitten einer Atmosphäre aus beeindruckender Architektur und dem Schuss alpenländischem Charme, für den auch seine Geschäftspartnerin und Restaurantleiterin Daniela Finkes steht. Ein zweiter Restaurantbereich in der ersten Etage sowie der „Vintage Club“ im Dachgeschoss mit Lounge und modern ausgerüstetem Konferenzraum machen das Gesamt-Kraftwerk aus.
www.kraftwerke-taunus.de

Getränke-Erlebnisse in München und Köln
Eine Café Bar im BMW-Museum in München? Eine Sports Bar auf einer Noch-Baustelle am Rhein in Köln? Martin Kolonko mit seinem M1 und Thomas Lierz mit seiner EA Sports Bar zeigen nach Ansicht der Jury Weg weisenden Mut und erfolgreiche Kreativität.

Als Martin Kolonko (44) im Sommer 2008 die Pforten seiner M1 Café Bar im BMW-Museum wenige Tage nach der Premiere des Museums öffnete, war der Andrang groß. Bis dahin hatte sich der Vollblut-Gastronom bereits mit fünf Münchner Lokalen und einem Oktober-Festzelt einen Namen gemacht; im gekonnten Spagat zwischen Traditionshäusern wie dem Wirtshaus zum Straubinger und dem In-Club P1. So war sich Kolonko auch im High-Tech-Umfeld des BMW-Museums, das ebenso sehr in die Vergangenheit wie in die Zukunft des Automobils blicken lässt, sicher, was die Gäste wollen: modernes Ambiente, gläserne Offenheit, trendbewusstes Design und dazu passend Getränke- und kleine Speiseangebote in exzellenter Qualität. Locker und stilsicher erfüllt Kolonko mit seinem Team die adäquaten Auflagen der Premium-Automarke, die auch hinsichtlich der gastronomischen Versorgung nichts dem Zufall überlässt. Schließlich zeichnet das M1 im Museum auch verantwortlich für die zahlreichen Caterings von BMW wie auch von externen Kunden. Mit Gastronomie unter derart ständiger Beobachtung hat Martin Kolonko kein Problem; eher im Gegenteil, weil auch das Publikum im Großraum München immer zum anspruchsvollsten der Republik gehört. Wie auch im M1, das die Jury des Herforder Gastronomiepreises auszeichnet für herausragende Ansprache der Gäste mit exzellentem Service, hoher Qualität und intelligenten Angeboten.
www.bmwmuseum.com

Das kommunikative Konzept und der Mut bewogen die Juroren auch bei Thomas Lierz (31), ihn mit seiner EA Sports Bar im Kölner Zollhafen für den Herforder Gastronomiepreis zu nominieren. Der gelernte Hotelier und Unternehmensberater entwickelte für die Computerspiele-Firma EA (Electronic Arts) das Konzept für eine Lounge und Bar in deren neuer Zentrale im entstehenden Rheinauhafen. Als kein Betreiber auf die Ausschreibung passte, übernahm Lierz mit seinem Partner Hakan Baydar kurzerhand selbst die Sports Bar. Obwohl noch mitten in der zwei Kilometer langen Baustelle der drei Kranhäuser Süd der Stararchitekten Bothe, Richter und Teherani gelegen, erfreut sich die EA Sports Bar bereits großen Zulaufs. In der Restaurant- und Lounge-Atmosphäre mit komplett verglaster Front zum Rhein und einer großen Rheinterrasse genießen die Gäste neben raffinierten kleinen Speisen und einem breiten Getränkeangebot Live-Sportübertragungen auf zahlreichen Großbildschirmen oder die Spielmöglichkeiten des Hauses EA auf mehreren PC-Konsolen und über riesige Bildschirme. Thomas Lierz ist sich angesichts des bisherigen Erfolges sicher, dass sein Konzept erst recht aufgeht, wenn die attraktive Rheinufer-Promenade im Frühjahr 2009 fertig sein wird, zwischen dem Deutschen Sport- und Olympiamuseum und nur 1.000 m vom Kölner Dom entfernt.
www.easports-bar.de

Branchenexperten einig im Votum
Die Expertenjury war sich in ihrem Votum für die Nominierungen 2008 nach intensiver Diskussion einig. Sie setzt sich zusammen aus nahezu allen Bereichen der Branche: Achim Becker (Der Feinschmecker), Wolfgang Burkart (Verlagsleiter Sachon Verlag), Ernst Fischer, Präsident DEHOGA-Bundesverband, Günther Guder (Geschäftsführender Vorstand Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels), Marcellino Hudalla (Herausgeber von Marcellino's Guides & Services), Ralf Lang (Gastrotel), Dr. Hendrik Markgraf (Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung), Ingo Reich (Handelsblatt), Barbara Schröter (Welt Bier Report), Stefanie Theile (Essen & Trinken) und – als Stimme der Brauerei – Lothar Menge. Die beiden Preisträger des Vorjahres, Constanze Nehring und Walter Stemberg, ergänzten die Jury.

Der Herforder Gastronomiepreis hat sich seit 1994 zu einer bundesweit bedeutenden Auszeichnung der Gastronomie entwickelt und „Strahlkraft erworben für die gesamte Branche der Gastlichkeit“, sagte DEHOGA-Präsident Fischer anlässlich der letzten Preisverleihung in Bad Oeynhausen. Der deutsche Hotel- und Gaststättenverband unterstützt die Ausschreibung, weil sie die Vorbilder und Mut Macher der Branche ins Rampenlicht stellt.

Quelle: Pressemitteilung Herforder Brauerei GmbH & Co. KG

Team Szene-Drinks.com

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