Mixology kennt das neue Trendgetränk: Woodruff-Punch ist in, Hugo ist out! (10.05.2013)

Über die Grenzlinien des Gerstensaftes

Was kommt nach dem Reinheitsgebot? Und wie machen sich die Bars in Budapest, oder im legendären Savoy Hotel in London? Deftig wird es bei Bier und Rumpsteak mit Barmanns Grillbutter. Nach der Aufklärung über den „White Dog“ wird Feuerwasser im Mondschein beleuchtet.

Das stets von Künstlern gestaltete und werbefreie Mixology-Cover ziert diesmal eine Collage der Künstler Theo Ligthart und Simon Wachsmuth, der bereits auf der Documenta ausstellte. Sie illustriert die Titelgeschichte des Bierspezialisten Peter Eichhorn, der die Entwicklungen in den wichtigen Biernationen mit einer klaren Stellungnahme verknüpft: „Das in Stein gemeißelte Reinheitsgebot ist obsolet und verhindert Innovation und Kreativität.“ Darüber hinaus unterhalten die zehn Drinks mit dem miesesten Ruf, die Geschichte der Savoy Museum Bar und Wiens koketteste Highballs. Chefredakteur Markus Orschiedt schreibt über Budapests heilende Tränken, unternimmt mit dem Leser einen Streifzug durch die Unfertigkeit und stellt in seinem Lexikon der Nacht das Basiswissen für Nachtreisende zusammen – von Egeszsegedre, der ungarischen Formel für Gesundheit und Zum Wohl!, bis Zwack Unicum, einem legendären Kräuterlikör.

Lesedurst bekommen? Eine Auswahl der Höhepunkte aus Heft #2/2013 finden Sie hier:

Es Lebe das Bier! S. 94
Wenn jetzt das Stichwort Bundestag fällt, bitte nicht gleich wegzappen. Immer wenn das Thema Alkohol auf der Agenda des parlamentarischen Betriebs steht, geht es mitunter ziemlich unterhaltsam zu. Der Gerstensaft bereitet den Abgeordneten derzeit besonders viel Kopfzerbrechen. Begonnen hat die Bierrevolution allerdings in den USA.

Heilende Tränken S. 26
Budapest hat für den Reisenden noch immer einen besonderen Klang. Man denkt sofort an die österreichisch-ungarische k.u.k.-Monarchie, an Literaten und Künstler in Cafehäusern und Heilquellen. Die Donaumetropole hat in den letzten hundert Jahren für Europa oft eine wichtige Rolle gespielt. Wir sind auf die Suche gegangen nach Zerstreuung, alter Pracht, nächtlicher Versuchung und den berühmten Bars in den Ruinen der Zeitläufe.

Flüssige Erzählung S. 40
Ein Glas Champagner? Ein derart angemessener Empfang wäre in weiteren Museen wünschenswert. Das legendäre Savoy Hotel in London mit seinem Füllhorn an illustren Gästen, pikanten Episoden und wegweisenden Bartendern erweckt in seinem Museum die Historie zum Leben. Und serviert inmitten der Exponate neuerdings die passenden Drinks dazu.

Wie trinkt es sich im Puff? S. 42
„Ja, nimm mich!“, schreit der Mint Julep. Sittenlos, lasterhaft und verrucht? Nein, eher süffig, liebevoll und verschmitzt. Das frühere Bordell, „Puff“ in Wien, dient nun der Anbahnung kurzweiliger, flüssiger Oralvergnügen im Highballglas.
Rum-Steak mit Barman´s Grillbutter S. 48
Auch Bartender sind vor Grillsünden nicht gefeit. So kunstvoll sie die Barwerkzeuge schwingen, so dramatisch verlaufen oft die Versuche am Grill. Wie das besser geht und wie Spirituosen, Kräuter und Gewürze dabei optimal zum Einsatz kommen, verrät Ihnen unser Autor Stevan Paul.

Feuerwasser S. 72
Amerika und Whiskey gehören zusammen wie Cowboys und Indianer. Das „Feuerwasser“ des Wilden Westens, welches von europäischen Immigranten in die Staaten gebracht wurde, hat sich in den Jahren zähmen lassen. Mittlerweile ist auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten die Herstellung von Whiskey streng reglementiert, und man wendet sich voll und ganz dem Genuss zu. In einer Vielfalt, die charakteristisch für die USA sind.

Hugo war gestern! Wir machen die klassische Mai Bowle fit für das ganze Jahr.

Seit der vergangene, überlange Winter wärmeren Temperaturen gewichen ist, fragen sich alle, was wohl der Trend-Drink des kommenden Sommers sein wird. Die Hugo-Welle, die das Jahr 2012 dominierte, hat ihren Scheitelpunkt bereits hinter sich. Nahezu jedes Produkt, das in irgendeiner Form Holunderblüte oder Minze beinhaltet, pappt sich ein „Hugo“ auf die Verpackung. Bartender sind schon lange genervt von Hugo-Orders. Es wird daher Zeit, den Blick auf ein anderes Kraut zu richten.

Denn nicht nur in Berlin entdeckt man einen alten Klassiker wieder neu. Das Heil- und Würzkraut Waldmeister erlebt ein Comeback! Die vor allem in heimischen Laubwäldern gedeihende Pflanze enthält das in geringen Dosen anregend wirkende Cumarin und außerdem Vitamin C und Bitterstoffe. Ein tolles Aromabündel, das man sich schon seit Jahrhunderten in Form einer erfrischenden Bowle zunutze macht.


Die klassische Mai Bowle
Für die klassische Mai Bowle lässt man frisch geernteten Waldmeister eine Nacht bei Raumtemperatur welken. Dies führt zur Anreicherung mit dem oben genannten Cumarin. Drei bis fünf Gramm Waldmeister pro Liter wird empfohlen für die Zubereitung der Bowle, da ein zu viel an Cumarin zu Kopfschmerzen führen kann.

Man hängt ein Bündel Waldmeister kopfüber und blütenlos in zwei Liter trockenen Weißwein, den man vorher in eine Bowle-Schüssel gefüllt hat. Nach dreißig Minuten entnimmt man das Kraut, gibt große Eiswürfel hinzu (die den Vorteil haben, nur langsam Schmelzwasser abzugeben) und füllt die Mischung mit einem Liter trockenem Sekt auf. Anschließend serviert man das erfrischende Getränk in Sektgläsern oder Whisky-Tumblern unter Zugabe von Eis.


Der Woodruff & Elderflower Punch
Aber wir sind ja hier, um Trends auszuloten, daher nehmen wir einfach den englischen Namen der Mai Bowle und koppeln die Mischung damit kurzerhand ab von der Jahreszeit. Der Woodruff Punch, den wir außerdem noch mit dem Trendaroma Holunderblüte „pimpen“, wird ganzjährig serviert, selbst dann, wenn man das Kraut, dem er seinen Namen verdankt, nicht ernten kann.

Der Grund sind kundige, heimische Brenner, die die Aromen des Waldmeisters durch Mazeration und Destillation extrahieren und exquisite Liköre daraus fertigen. Das hat auch noch den Vorteil, dass wir nicht so lange warten müssen wie beim Original. Der Woodruff Punch ist innerhalb von Minuten servierbar.

Zutaten (für ca. 10 Drinks):
1 Fl trockener Rieslingsekt (z.B. Rosen & Rosen Puremonde Perles)
1 Fl trockener Weißwein (z.B. Weißburgunder Runkel 2011)
20 cl Waldmeister Likör (z.B. Preussische Spirituosen Manufaktur)
14 cl Holdunderblütensirup (z.B. Vaude)
1 Bowle-Schüssel oder großer Glaskrug
Zitronengrasstangen
Eiswürfel mit großer Kantenlänge

Zubereitung:
Weißwein, Waldmeister- und Holunderblütenlikör in Bowle-Schüssel geben und mit Hilfe einer Kelle verrühren. Anschließend Eiswürfel zugeben und vorsichtig mit Sekt aufgießen. Erneut sanft verrühren.

Pro Gast eine Zitronengrasstange nehmen, die äußerste Schicht der Schale vorsichtig abschälen und anschließend mit Hilfe eines Muddle Sticks (hölzerner Stößel) oder eines Kochlöffels das dicke Ende der Stangen „aufschlagen“. Das löst die Aromastoffe aus den Pflanzenfasern.

Whisky-Gläser mit Eiswürfeln füllen, den Punch zugeben und jeweils eine Zitronengrasstange ins Glas geben, mit dem aufgeschlagenen Ende in Richtung Glasboden.

Nun bleibt nur noch, sich anzusehen, sich gegenseitig zuzuprosten und sich auf der Trend-Siegerseite zu wissen. Wer war noch mal Hugo? Der Hund der Nachbarin?

Quelle: Pressemitteilung Beil² - Die PR-Strategen GmbH

Team Szene-Drinks.com

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