Verbraucher sagen Ja zu Marke und Qualität: Jeder zweite Kasten Bier ist ein Premium-Produkt (01.10.2007)

  • Strukturverändernder Trend zu Billig-Bier gestoppt
  • Markenwelten stärken Genusserlebnis 

Deutschlands Bierfreunde legen Wert auf Marke und Qualität: Im ersten Halbjahr 2007 bevorzugte die Hälfte aller Konsumenten lt. GfK-Marktforschung Premium-Marken und erteilte damit Billigbieren ohne erlebbare Gastronomiekompetenz eine klare Absage. Dass somit jeder zweite 20er-Halbliterkasten deutlich über der Zehn-Euro-Marke liegt, haben die Verbraucher als nachhaltigen Qualitätsbeweis akzeptiert. Konjunkturbedingt hatten vor allem Anbieter im mittleren Preissegment von 2000 bis 2004 spürbar Feder lassen müssen – Verbraucher konnten damals oft Angeboten unter der Sechs-Euro-Marke nicht widerstehen. „Wir sind froh, dass dieser strukturverändernde Trend gestoppt ist, weil die Markenwelten des Premium-Segments die Werthaltigkeit deutscher Bierkultur stärken“, sagt Dr. Volker Kuhl, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb der Brauerei C. & A. Veltins, Meschede-Grevenstein. Im nationalen Biermarkt bleibt Pils dabei eindeutig das Lieblingsbier der Deutschen. Von zehn Hektolitern, die hier zu Lande gebraut werden, sind sechs immerhin Pils. Alle übrigen Sorten wie etwa Weizen, Export oder Alkoholfrei müssen sich den Rest teilen. Keine dieser Sorten kommt im deutschen Handel an einen Anteil von annähernd 15 % heran. „Der Pils-Geschmack steht für Frische und Genuss und bedeutet ein solides Bollwerk für die pilskompetenten Brauer“, so Dr. Kuhl.

Witterung verhagelte absatzförderliches Sommergeschäft

Dennoch setzt sich 2007 nach einem ausstoßförderlichen WM-Jahr die Marktnormalität in den 16 Bundesländern fort. Aufgrund der demografischen Entwicklung, die ein Verringerung der Kernzielgruppe bedeutet, wird der Inlandsabsatz im deutschen Biermarkt erwartungsgemäß nach einer Erholungspause bis Jahresende erneut nachlassen. Diese Entwicklung wird Deutschland auf absehbare Zeit begleiten. Des einen Freud’, des anderen Leid: Was die Schokoladenindustrie freute und ihr Zuwachsraten bescherte, führte während der Sommermonate bei den Brauern landauf landab zu spürbarem Unmut. Nach Einschätzung von Veltins wurde den Bierfreunden das ebenso absatzförderliche wie genussfreudige Biergartenerlebnis oder der Grillabend daheim wegen der widrigen Witterung immer wieder verhagelt. „Hätten wir in den Sommermonaten das diesjährige Aprilwetter gehabt, könnten wir uns glücklich schätzen“, kommentiert Dr. Kuhl die Wetterkapriolen. Tatsächlich bescherte der April 2007 aufgrund von frühsommerlichen Temperaturhochs Rekordabsätze. Bis zum Jahresende, so die Veltins-Prognose, werde letztlich für den Inlandsverbrauch über eine Million Hektoliter weniger gebraut.

Bier aus Plastikflaschen gilt als leidenschaftslos

Genauso stark ausgeprägt wie die Sortenpräferenz von Pils ist der Wunsch nach Mehrweggebinden. Im ersten Halbjahr 2007 kauften die Verbraucher lt. GfK 83,7% in umweltschonenden Glasflaschen ein, die immerhin zu mehr als 30 Umläufen befüllt werden. „Die Dose ist tot, Bier aus Plastikflaschen steht auch 2007 für leidenschaftslose  No-Name-Ware“, so Dr. Volker Kuhl. Von der Zwangsbepfandung zum 1. Januar 2003 hat am stärksten die 0,5-Liter-Mehrwegflasche profitiert. Sie schnellte in nur zwölf Monaten von 66% auf 79% und liegt nach der Harmonisierung der Verpackungsverordnung zum 1. Mai 2006 in diesem Jahr bei immer noch 72%. Die Convenience-Verwender, die sich einst zu 19% mit Dosen eindeckten, präferieren heute den Sechser-Träger mit der 0,33-Liter-Mehrwegflasche.

Quelle: Pressemitteilung Brauerei C. & A. VELTINS (www.bierpresse.de)

Team Szene-Drinks.com

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